Der Notfall-Finder wurde im Oktober 2025 zunächst für die Stadt und Agglomeration Bern lanciert (Medienmitteilung vom 21. Oktober 2025) und stösst seither auf grosses Interesse: Die Plattform verzeichnete bereits rund 80'000 Besuche, während die teilnehmenden Notfallstationen über 160'000 Aktualisierungsmeldungen zur Belegung erfasst haben. Nutzerinnen und Nutzer erhalten damit in Echtzeit einen Überblick über die aktuelle Situation in den Notfallstationen.
Gesamter Kanton Bern nun angebunden
Aufgrund der positiven Erfahrungen der Nutzerinnen und Nutzer wurden im Dezember 2025 sämtliche Notfallstationen des Kantons Bern eingeladen, sich am Notfall-Finder zu beteiligen. Alle angefragten Spitäler reagierten rasch und unterstützten die Initiative. Bis Ende April 2026 konnten alle 34 Notfallstationen erfolgreich in die Plattform integriert werden; der Betrieb läuft stabil.
«Mit dem kantonsweiten Ausbau schaffen wir einen wichtigen Mehrwert für die Bevölkerung und gleichzeitig eine Entlastung für die medizinischen Notfallstrukturen», sagt Regierungspräsident Pierre Alain Schnegg, Direktor der Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion.
Interesse über den Kanton Bern hinaus
Die erfolgreiche Einführung des Notfall-Finders im Kanton Bern stösst auch über die Kantonsgrenzen hinaus auf Interesse. Derzeit wird geprüft, ob die Plattform künftig als Modell für weitere Regionen eingesetzt werden soll, um Notfallstationen gezielt zu entlasten und Patientinnen und Patienten mittels digitaler Steuerung besser durch das Gesundheitssystem zu führen.
Gemeinsames Engagement für eine effizientes Gesundheitsversorgung
Der Notfall-Finder ist Teil der Bestrebungen des Kantons Bern und seiner Partnerinnen und Partner, die medizinische Versorgung effizienter zu gestalten und die Gesundheitskosten langfristig zu stabilisieren. Die Firmen POLARIS HEALTH AG und JAXForms AG haben die Plattform gemeinsam mit den beteiligten Gesundheitsinstitutionen entwickelt. Der Kanton Bern sowie die Krankenversicherungen Atupri, KPT und Visana unterstützen das Projekt finanziell.